16. Niedersächsische Hebammentagung

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Geburtshilfe und Migrantinnen waren ein Schwerpunktthema der 16. Niedersächsischen Hebammentagung, zu der die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER in Zusammenarbeit mit dem Hebammenverband Niedersachsen am Dienstag, 29. April 2014 in das Hannover Congress-Centrum eingeladen hatte. Mehr als 300 Hebammen kamen der Einladung zu der Tagung, die Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt eröffnete, nach.

Christiane Knoop, Familienhebamme und Leiterin der Weiterbildungsstätte Familienhebamme, verdeutlichte am „Fall Kevin“, der im Oktober 2006 bundesweit traurige Schlagzeilen machte, wie entscheidend die aktive Vernetzung der frühen Hilfen für das Kindeswohl ist. Hebammen und Familienhebammen sind oft die ersten Kontaktpersonen aus diesem Kreis, die Risikofaktoren in Familien erkennen können.

Zum Thema Gestationsdiabetes referierte Prof. Dr. Ute Schäfer-Graf , Diabeteszentrum für Schwangere, Berlin. Durch die Aufnahme des Screenings in die Mutterschaftsrichtlinien, so ihr Fazit, sei die Anzahl der erkannten Fälle von Gestationsdiabetes deutlich angestiegen.

Einer irrigen Annahme war Prof. Dr. Matthias David von der Berliner Charité auf der Spur: Es werde gerne angenommen, dass Risiken bei Migrantinnen zu schlechteren Ergebnissen in der Geburtshilfe, zu messen z.B. an den Messwerten bei Neugeborenen, führen müssten – dies sei jedoch nicht der Fall. Verschiedene epidemiologische Auswertungen zeigten allerdings, dass die Offenheit für Beratung und die Wahrnehmung von Vorsorgemaßnahmen deutlich abhängig ist von dem Sprachverständnis.

Das Humor ein gutes Schmiermittel und Vertrauensbildner in der Kommunikation ist, stellte Eva Ullmann vom Deutschen Institut für Humor in Leipzig in ihrem Vortrag fest. Gerade in kritischen Situationen erweise es sich oft als überraschend erfolgreich, ungewohnte Kommunikationswege zu gehen.

Die Fachausstellung, in deren Rahmen 26 Aussteller ihre Produkte rund um Schwangerschaft und Geburt präsentierten, stieß auf großes Interesse bei den Hebammen.
Kaffeespezialitäten bot die Firma Nescafé allen Besuchern für einen guten Zweck an: Der Gesamterlös von knapp 500,00 Euro kommt dem von der Stiftung im Sudan betreuten Mygoma Home Waisenhaus zu Gute.

Die Vorträge finden Sie hier zum Download.


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