Frühe Hilfen für Flüchtlingsfamilien

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Heimat schaffen. Familie schützen. Zukunft schenken.

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“
Johann Wolfgang von Goethe

1500 Menschen leben in einer Flüchtlingsnotunterkunft in Niedersachsen.
Wahrnehmungen:
Unterwegs, um die Stadt zu erkunden und kleine Einkäufe zu tätigen: Männer
Draußen, auf dem Freigelände der Unterkunft im Gespräch, im Spiel, in Bewegung: Männer, einige Kinder
Im (zunächst provisorisch ehrenamtlich) angebotenen Sprachkurs: 90 % Männer

Wer nimmt sich der Frauen an? Wer hat ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte – gesundheitlich, sozial? Wer motiviert die Frauen, aktiv zu werden? Was motiviert die Frauen?

Auch wenn im Augenblick die sichere Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge im Vordergrund steht– wir sind überzeugt, dass das Thema Integration ebenso notwendig in den Fokus genommen werden muss, insbesondere die Integration von Frauen.

Blickt man auf die Integrationspolitik der 70iger und 80iger Jahre zurück, wird deutlich: Eine Integration der Frauen fand nicht oder nur rudimentär statt. Aus unserer Sicht darf sich das so nicht wiederholen.

Eine sichere Unterkunft ist wichtig – aber nicht genug!
Tausende Flüchtlingsfamilien aus Kriegs- und Bürgerkriegsländern sind in den vergangenen zwei Jahren zu uns gekommen. In den nächsten Jahren werden viele weitere Familien versuchen, hier ein neues Leben aufzubauen, eine neue Heimat in Deutschland zu finden.

Es muss unser Ziel sein, den Flüchtlingen und Vertriebenen Schutz und eine neue Perspektive und Lebensplanung zu geben. Nur so können sich Erwachsene und Kinder langfristig erfolgreich in unsere Gesellschaft integrieren – und das ist für unsere Gesellschaft ebenso wichtig, wie für die Flüchtlinge selbst.

Sie brauchen dringend eine realistische Zukunftsperspektive, die sie vor allem durch konsequente professionelle Hilfe und Unterstützung erhalten. Einzelne unkoordinierte Maßnahmen in Gemeinden oder Flüchtlingsunterkünften werden nicht ausreichend und zielführend sein.

Da Fachkräfte Frühe Hilfen durch die Lösung gesundheitlicher Probleme einen einfachen und fast „barrierefreien“ Zugang zu Flüchtlingsfamilien haben, sind sie in der Lage, auch bei zahlreichen lebenspraktischen Fragen und vor allem bei der Koordination der verschiedenen Hilfen mitzuhelfen. Denn sie sind dafür qualifiziert, über den Weg der gesundheitlichen Betreuung und Fürsorge das Vertrauen der Familien zu gewinnen. Sie könnten von der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER in enger Kooperation mit den niedersächsischen Kommunen/der Landesregierung koordiniert werden. Ihr Einsatz ist nicht nur effektiv, sondern erfolgt auch im Rahmen der geforderten Koordination, die anderen Projekten oftmals fehlt.

Wir sind der Überzeugung, dass eine strukturierte und professionelle gesundheitliche und sozialmedizinische Betreuung eine wichtige Grundlage für das Einleben von Flüchtlingen in dieses neue Leben, in die neue „Heimat“ sein kann. Eine professionelle gesundheitsbezogene Hilfe durch Fachkräfte Frühe Hilfen (Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen) soll das bisherige, nicht selten unkoordinierte, ehrenamtliche Engagement effektiv ergänzen, um den Flüchtlingen nachhaltig eine bessere und gesündere Zukunft bei uns zu ermöglichen.


Förderer und Partner